Medieninformation zum Tag des Wunsches

ASB Wünschewagen erfüllt letzte Wünsche

Viele Wünsche zerplatzen wie Seifenblasen, da sie zu spät geäußert werden

München/Erlangen/Kaufbeuren, 27. April 2021. Der 29. April ist der Internationale Tag des Wunsches. Der Arbeiter-Samariter-Bund hat diesen Tag zum Anlass genommen, um die drei bayerischen ASB-Wünschewagen im Alpenvorland für einen Fototermin in Szene zu setzen. Denn dieser Ort steht sinnbildlich für die vielen Sehnsuchtsorte, die der Wünschewagen mit seinen Fahrgästen besucht. Auf den Bildern sind auch Seifenblasen zu sehen – sie stehen symbolisch für die Wünsche von schwerstkranken Menschen, die von den ehrenamtlichen ASB-Wunscherfüller*innen in die Tat umgesetzt werden. Die Wünsche sind vielfältig: Noch einmal ans Meer fahren, noch einmal in die Berge, noch einmal zur Familie – der ASB ist bemüht, alle an ihn herangetragenen Wünsche auch zu erfüllen.

Die Botschaft der Koordinator*innen der drei bayerischen Wünschewagen lautet deshalb zum Tag des Wunsches: „Lassen Sie Ihren Wunsch nicht einfach zerplatzen, melden Sie sich frühzeitig beim Wünschewagen und lassen Sie sich Ihren Wunsch erfüllen!“. Der Grund dafür, dass ein Wunsch wie eine Seifenblase zerplatzt, ist in der Regel, dass sich der Gesundheitszustand des Fahrgastes innerhalb kürzester Zeit derart verschlechtert hat, dass ein Transport nicht mehr möglich ist.“ Gemeinsam appellieren die Koordinatorinnen Sonja Hujo (Wünschewagen Schwaben), Jennifer Zeller (Wünschewagen München/Oberbayern) und Caterina Hertweck (Wünschewagen Franken) an die Angehörigen, möglichst bereits unmittelbar nach der ärztlichen Diagnose, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, den Wunsch gegenüber dem ASB zu äußern.    

Die drei bayerischen Wünschewagen konnten bislang insgesamt 371 letzte Herzenswünsche erfüllen; hinzu kommen 281 Wünsche, die wegen des zu schlechten Gesundheitszustandes des Fahrgastes nicht mehr realisiert werden konnten. Neben den drei bayerischen Fahrzeugen gibt es bundesweit 19 weitere ASB-Wünschewagen; der erste Wagen dieser Art wurde bereits im Jahr 2014 vom ASB Ruhr auf die Straße gebracht. Vorbildfunktion hatten ähnliche Projekte in den Niederlanden sowie in Israel.

Begleitet wurde die Aktion vor der Alpenkulisse vom Fotografen Tobias Huber. Für ihn selbst ist es eine Herzensangelegenheit, den Wünschewagen an diesem Tag unentgeltlich zu unterstützen. Im letzten Jahr konnte seinem Vater ganz kurzfristig der letzte Wunsch erfüllt werden: Der Wünschewagen brachte ihn noch einmal nach Hause zu seiner Familie und Freunden. Für alle Beteiligten war es ein letzter unvergesslicher Tag.

Auch während der Corona-Pandemie erfüllt der ASB-Wünschewagen letzte Herzenswünsche unter Einhaltung strenger hygienischer Auflagen. Diese sehen unter anderem vor, dass alle Beteiligten an einer Wunschfahrt im Vorfeld auf das Coronavirus getestet werden.

Weitere Infos zum Projekt: www.wuenschewagen.de

Spendenkonto:

Gemeinnützige GmbH für mobile Dienste des Arbeiter-Samariter-Bundes München/Oberbayern
IBAN DE0970150000004314444 
Kennwort: ASB Wünschewagen