Bevölkerungsschutz und KIT-München im Großeinsatz

S-Bahn-Unglück in Schäftlarn

14.02.2022, 16:35 Uhr, zwei Züge der S7 prallen frontal im südlichen Landkreis München aufeinander. Die Schnelleinsatzgruppen (SEGn) Behandlung, Transport und Betreuung des Bevölkerungsschutzes und das Kriseninterventionsteam KIT-München wurden zum Großeinsatz alarmiert.

Einsatz des Bevölkerungsschutzes

Um 17:44 Uhr wurden unsere SEGn Behandlung, Transport und Betreuung zu einem Großeisatz im Landkreis München alarmiert. Die Alarmierung lautete „Zwei Züge zusammengestoßen bei voller Fahrt“. Nach wenigen Minuten waren die Fahrzeuge besetzt und konnten gegen 18:07 Uhr zur Unglückstelle abrücken.

Die beiden Züge waren mit etwa 100 Personen besetzt. Es gab ein Todesopfer und 18 verletzte Personen. Vor Ort wurde durch die SEG Transport ein Patient in ein Krankenhaus transportiert. Die SEG Behandlung blieb in Bereitstellung. Die SEG Betreuung übernahm eine Akutbetreuungsstelle. Zusätzlich waren ein OrgL (Organisatorischer Leiter/ Einsatzleiter), unsere UGSanEL und das KIT-München im Einsatz.

Insgesamt waren rund 25 Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes an dem Einsatz beteiligt, weitere befanden sich auf Abruf.
Gegen 21 Uhr war der Einsatz beendet. Es fand eine kurze Nachbesprechung statt.

„Wir danken unseren Einsatzkräften für ihren stets professionellen, unkomplizierten und schnellen Einsatz“, sagt Chris Jürgens, Leiter Bevölkerungsschutz.

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Betreuung von Angehörigen durch das KIT-München

Der erste Alarm für das KIT-München des ASB kam bereits um 17:13 Uhr – die ersten KIT-Einsatzkräfte waren zehn Minuten später vor Ort.
„Wo ist unsere Tochter?“, „Wohin wurde mein Sohn gebracht?“, waren die ersten quälenden Fragen der Menschen vor Ort. Körperlich waren sie unverletzt, aber als Angehörige, Fahrgäste und auch als Ersthelfer schwer betroffen.

Die Polizei versammelte und registrierte die Betroffenen in der Nähe des Unfallortes - die erste Betreuung vor Ort ist Aufgabe des Kriseninterventionsteams. Etwa 60 Menschen betreute das Krisen-Interventions-Team am Montag in der Akutphase vor Ort. Gemeinsam mit Einsatzkräften des BRK, der Notfallseelsorge und des KIM bildete es ein 29 Personen starkes PSNV-Team.

Wichtig waren für die Menschen vor allem Informationen und der Kontakt zu ihren vermissten oder verletzten Angehörigen.
Der Einsatz für das KIT-München endete in der Nacht auf Dienstag. Die Betroffenen brauchen nun Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Auch dabei bleiben sie nicht alleine.

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Klaus Kollenberger, Geschäftsführer des ASB und Organisatorischer Leiter vor Ort, sieht in der gemeinsamen Zusammenarbeit aller am Einsatz beteiligten Organisationen eine wichtige Grundlage, um derartige Großschadensereignisse bewältigen zu können.

„Hierbei ist die Arbeit des Krisen-Interventions-Teams ein wichtiger Baustein, um auch betroffenen, unverletzten Menschen einen Halt, Informationen und das Gefühl der Geborgenheit zu geben.“

Sebastian Hoppe (Leitung Psychosoziale Notfallversorgung des KIT-München) hat anlässlich des Einsatzes in Schäftlarn am 17.02.2022 ein Interview für München TV gegeben:

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