ASB zum Starke-Familien-Gesetz

Bekämpfung von Kinderarmut braucht Bürokratieabbau

Das sogenannte „Starke-Familien-Gesetz“ sieht durchaus sinnvolle Reformschritte vor, um Kinderarmut zu bekämpfen, greift insgesamt aber zu kurz. So bewertet der Arbeiter-Samariter-Bund den Gesetzentwurf, der heute in erster Lesung im Bundestag beraten wird.

Foto: ASB/ Hannibal

ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch erklärt dazu: „Hier geht es um die Bekämpfung real existierender Kinderarmut - deshalb ist die Sicherstellung des Existenzminimums durch den  Kinderzuschlag zusammen mit dem Kindergeld ein richtiger Schritt!“ Auch die Dynamisierung und das seit langem geforderte allmähliche Abschmelzen der Leistung mit steigendem Einkommen könnten laut Bauch dazu beitragen.

Leider sei die Beantragung des Kinderzuschlages und von Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sehr kompliziert. „Die Leistungen müssen so unkompliziert wie möglich zu bekommen sein. Wir dürfen es Menschen, die es schon schwer haben, nicht noch schwerer machen,“ macht der ASB-Bundesgeschäftsführer deutlich. Ein Ansatz wäre, den Kinderzuschlag automatisch auszuzahlen, um sicherzustellen, dass alle berechtigten Kinder ihn auch erhalten. „Perspektivisch brauchen wir eine Kindergrundsicherung, die einfach und unbürokratisch das Existenzminimum aller Kinder sichert“, so Bauch.