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24.11.2017

„Such und Hilf!“: Rettungshunde trainieren Suche nach Vermissten

Vermisste Personen nach einem Erdbeben: So lautete am Montag das Übungsszenario für Kräfte von ASB und THW. Gemeinsam trainierten die Einsatzkräfte die Rettung und Bergung von Verschütteten auf dem ASB-Übungsgelände im Berliner Stadtteil Lichtenrade. Die ASB-Rettungshundeführer spürten dabei mit ihren Hunden alle zehn Vermissten auf.

Mehr als 30 Kräfte von ASB und THW übten gemeinsam die Suche, Rettung und Bergung von Erdbebenopfern. Bild: ASB/Hannibal

Es ist kalt an diesem Montag im November. Die Trümmerlandschaft ist bereit, inmitten von Schutt und Geröll verstecken sich Verletztendarsteller, die für die nächsten Stunden Erdbebenopfer mimen werden. Mit Blaulicht fahren die Kräfte von ASB und THW auf das Übungsgelände.

„Such und hilf“ schallt es anschließend immer wieder durch die Trümmerlandschaft. Und Sam, Lara und Ida - die erfahrenen Rettungshunde -  starten ihre Suche.  Sobald sie eine Fährte aufnehmen, dauert es bis zum Auffinden der vermissten Person nicht mehr lange.  Durch Bellen zeigen sie ihren Führern, wo sich die Verletzten befinden. Die Darsteller rufen sehr überzeugend  um Hilfe, sind eingeklemmt, nicht direkt erreichbar.  Die Einsatzkräfte räumen Schutt und Geröll zur Seite und transportieren die Verletzten mit Tragen von der Unglücksstelle. Etwa drei Stunden dauert die Übung von der Alarmierung bis zur letzten Bergung.

Nach einem Erdbeben sinkt die Überlebenschance nach 72 Stunden rapide. Rettungskräfte werden bei ihren Einsätzen daher immer wieder mit Leichen konfrontiert. Auch das üben die ASBler. Puppen übernehmen heute diese Rolle. Mit ihren rund 80 Kilogramm sind sie nicht leicht aus den Trümmern zu bergen. Auch das meistern die Einsatzkräfte von ASB und THW routiniert. Am Ende der Übung haben sie zehn Vermisste gefunden, acht lebend, zwei tot. Sam, Lara und Ida werden für ihre gute Arbeit gelobt, die Zweibeiner werten die Übung aus, so dass ihre Hilfe künftig noch schneller und kompetenter erfolgen kann.

Bundesweit trainieren ehrenamtliche Rettungshundeführer regelmäßig, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein. Aktuell engagieren sich im ASB mehr als 644 Rettungshundeteams.