« Zuverlässige...

14.11.2012

Tarifvertrag für den Rettungsdienst in Bayern

Einsatz des ASB München

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz den „Arbeitgeberverband Rettungsdienst Bayern" gegründet, um mit der Dienstleistungsgewerkschaft verdi einen verbindlichen Tarifvertrag für den Rettungsdienst in Bayern festzulegen. Erstmals berieten Vertreter beider Wohlfahrtsverbände am 23. Oktober im München mit Beauftragten der Dienstleistungsgewerkschaft über einen gemeinsamen Tarif für den Rettungsdienst. Am 30. November wollen die Verhandlungspartner erneut darüber verhandeln.

Für die Hilfsorganisationen in Bayern ist ein fester Tarifvertrag besonders wichtig, um dem Verfall der Löhne der Rettungsdienstmitarbeiter entgegenzuwirken. Mit einem festgesetzten Tarif würden die Verhandlungspartner künftig für eine geordnete Bezahlung aller Mitarbeiter im Rettungsdienst sorgen. Außerdem will der Arbeitgeberverband mit verdi beim Sozialministerium die Feststellung der Allgemeinverbindlichkeit des ausgehandelten Tarifvertrags beantragen. Denn dadurch müssten sich alle Anbieter von Rettungsdienstleistungen an den ausgehandelten Tarifvertrag halten. Die Einigung würde verhindern, dass es wieder zu einem Wettbewerb um das attraktivste Angebot auf Kosten der Beschäftigten im Rettungsdienst kommen würde.

Schon seit Jahren versucht verdi einen einheitlichen und verbindlichen Tarifvertrag für den Rettungsdienst in Bayern zustande zu bringen. Allerdings sind alle Bemühungen bisher an dem unterschiedlichen Hintergrund der Organisationen gescheitert. Wenn sich nun aber mindestens 50 Prozent der Anbieter auf einen einheitlichen Tarifvertrag einigen können, ermöglicht das Gesetz für den gesamten Sozialsektor ein gemeinsames Tarifrecht festzulegen. Voraussichtlich wird es bis Ende 2012 zu einem Abschluss des Tarifs kommen.