« ASB schult Pflegekräfte im Iran

29.05.2017

Europäische Rettungsdienste testen ihr Können

SAM.I. Rescue Camp
Mit einer gemeinsamen Großübung fördert das länderübergreifende Samariterbündnis „Samaritan International (SAM.I.)“ den Austausch zwischen den europäischen Rettungsdiensten

Die Samariterteams sind bester Dinge: Bei den verschiedenen Einsatzübungen können Sie ihr Können unter Beweis stellen - Foto - SAM.I./Paul Wardenga

Wie schnell ein Rettungswagen nach einem Hilferuf am Unfallort ist, wie die Sanitäter ausgerüstet sind und welche medizinischen Maßnahmen sie durchführen dürfen: Selbst zwischen den EU-Nationen unterscheiden sich die Kompetenzen im Rettungsdienst erheblich. Mit einer gemeinsamen Großübung fördert das länderübergreifende Samariterbündnis „Samaritan International (SAM.I.)“ den Austausch zwischen den europäischen Rettungsdiensten.

Vom 25. bis 28. Mai 2017 findet zum ersten Mal das SAM.I. Rescue Camp statt. Im österreichischen Mörbisch sind auf Einladung des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreich zehn Teams aus sieben Nationen zusammengekommen, die gemeinsam verschiedene fiktive Einsatzszenarien bewältigen müssen. Aus Deutschland nimmt der ASB Gera an der Großübung teil, zu der etwa 200 Einsatzkräfte gekommen sind.

Zunächst geht es darum, festzustellen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Kompetenzen die einzelnen Rettungsdienste arbeiten. „Wir sehen schon jetzt, dass die Teams sehr unterschiedliche rechtliche Handlungsspielräume haben. Während es für die einen schon problematisch ist, Blutzucker zu messen, dürfen Rettungskräfte aus benachbarten Ländern in vielen Situationen selbstverantwortlich Medikamente verabreichen", erklärt Christian Mattern, der für den ASB als Referent Rettungsdienst und Katastrophenschutz die Übung beobachtet. „Es ist aber sehr erfreulich zu sehen, dass alle Rettungsdienste auf einem sehr hohen Niveau ausgebildet sind".

In einer gemeinsamen Übung werden die Rettungsteams anschließend austesten, wie sie trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenarbeiten können. „Bei großen Schadenslagen mit sehr vielen Verletzten müssen wir in der Lage sein, als Rettungsdienste auch grenzübergreifend zu kooperieren. Darauf bereiten wir uns hier vor", so Mattern.