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09.01.2017

ASB rettet Schulkantine im Niger

Hilfe für Kinder
Die Schulkantine in Intikane konnte durch den Einsatz des ASB erhalten bleiben, um mehr als 1300 Kinder täglich mit zwei Mahlzeiten zu versorgen

Dank des Einsatzes des ASB konnte die Schulkantine in Intikane erhalten bleiben. Mehr als 1300 Kinder können um täglich zwei Mahlzeiten erhalten.

1384 Schülerinnen und Schüler bekommen endlich wieder etwas zu essen: Dank des ASB kann die Schulkantine in der Stadt Intikane im Niger erhalten werden.

Die Dürre und die schlechte wirtschaftliche Lage im Niger hatten dazu geführt, dass Stadt und Schule die Kosten für die Kantine nicht mehr tragen konnten. Der ASB engagiert sich in der Region mit einem groß angelegten und erfolgreichen Projekt zur Bekämpfung der Dürre und zur Stärkung der wirtschaftlichen Situation von Familien. Damit die Kinder nicht Hunger leiden müssen, sprang der ASB ein und sicherte den Betrieb der Kantine.

Die Schule in Intikane ist das größte Bildungszentrum in der Region Tahoua, die im Südwesten des Nigers und damit in der Sahelzone liegt. Dort werden einheimische Kinder und Flüchtlingskinder aus Mali zusammen unterrichtet. Das Besondere: Die Zahl der Mädchen, die die Schule besuchen, ist fast genauso groß wie die Zahl der Jungen.

Der ASB bezahlt jedoch nicht nur die Mahlzeiten für die vielen Kinder. Er hat auch eine Feuerstelle gebaut und Gasflaschen installiert. Nun muss nicht mehr mit dem kostbaren Holz gekocht werden - eine Maßnahme, die gleichzeitig der Rodung wertvoller Wälder vorbeugt und somit die Ausbreitung der Wüste eindämmt. Jedes Schuljahr spart allein diese Schule nun 100 Kubikmeter Holz ein.

Die Rettung der Kantine rettet nicht nur das Überleben der Kinder, die hier zweimal am Tag etwas zu essen bekommen, sondern sichert auch 17 Arbeitsplätze für Köche, Küchenhilfen und Hausmeister. Hier arbeiten Einheimische und Flüchtlinge zusammen - ein gelungenes Beispiel für Integration.

"Wir freuen uns sehr, dass wir die Schulküche und die Kantine retten konnten", betont ASB-Projektkoordinator Bernd  Ilg. "Für die meisten Kinder ist das Schulessen das Einzige, was sie bekommen." Viele Kinder leben unter einfachsten Verhältnissen. Ihre Familien sind Nomaden, die ihre Viehherden von einer Oase zur nächsten treiben oder wurden von bewaffneten Gruppen aus dem nahen Nachbarland Mali vertrieben. "Dass es in der Schule etwas zu essen gibt, sorgt auch dafür, dass die Kinder regelmäßig zum Unterricht kommen", erklärt Bernd Ilg. "So sichern wir in zweifacher Hinsicht ihr Überleben: Durch etwas zu essen und durch Bildung, die ihnen in der Zukunft ein besseres Auskommen ermöglicht."