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16.12.2016

Einsatz zur Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft

Von einander lernen, um besser zu helfen
Voneinander lernen, um Menschen in Not schnell, unbürokratisch und gut zu helfen. Dieser Gedanke stand im Mittelpunkt eines Projektes, mit dem der ASB die ukrainische Zivilgesellschaft stärken möchte.

Ein tragfähiges Netzwerk der Hilfe verbindet ukrainische Organisationen, Samariter aus Ländern Mittel- und Osteuropas und den ASB in Deutschland - Foto: SSU Kiew

In Kiew haben sich die Teilnehmer eines ASB-Projektes zur Projekt Stärkung der ukrainischen Ziviligesellschaft getroffen. Mit dabei waren Samariter aus Deutschland, Polen, Lettland, Georgien und der Ukraine.

Voneinander lernen, um Menschen in Not schnell, unbürokratisch und gut zu helfen. Dieser Gedanke stand im Mittelpunkt eines Projektes, mit dem der ASB die ukrainische Zivilgesellschaft stärken möchte.

Bildung eines tragfähigen Netzwerks der Hilfe

In der Ukraine gibt es zahlreiche lokale und regionale Nichtregierungsorganisationen, die sich für soziale Belange und Menschen in Not einsetzen. Oft sind die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer jedoch auf sich allein gestellt. Der ASB hat es sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen zivilgesellschaftlichen und sozialen Organisationen miteinander zu vernetzen und sie mit Beispielen erfolgreicher Arbeit aus verschiedenen europäischen Ländern in Kontakt zu bringen.

So entsteht ein tragfähiges Netzwerk im Bereich sozialer Dienstleistungen in der Ukraine. Durch die Vernetzung können die regionalen Hilfsorganisationen zudem gemeinsame Positionen entwickeln und die Stimme von ausgegrenzten Menschen, Senioren, Menschen mit Behinderung und Vertriebenen besser in der gesellschaftlichen und politischen Debatte vertreten.

Study visits ermöglichten Einblick in erfolgreiche soziale Projekte

Bei Studienbesuchen bei ASB-Gliederungen in Hamburg, bei den Samaritern vom SFOP in Polen, dem lettischen Samariterbund in Riga und beim SSK in Georgien sowie in erfolgreichen ASB-Projekten in der Ukraine lernten die Teilnehmer, wie man soziale Dienstleistungen und Hilfsnetzwerke erfolgreich aufbauen und leiten kann. In Hamburg lernten die Teilnehmer vor allem die Auslandshilfe des ASB Hamburg kennen, lernten viel über humanitäre Logistik und erfolgreiche Nothilfe. Zusätzlich konnten sie aber auch soziale Projekte wie eine Tagespflegeeinrichtung besuchen und erleben, wie solche Dienste beim ASB Hamburg aufgebaut und organisiert sind.

Bei den Projektbesuchen von Partnern im postsowjetischen Raum konnten die Helfer aus der Ukraine erfahren, wie diese soziale Dienstleistungen aufgebaut haben und wie sie diese erfolgreich ausweiten. Bei den Besuchen in Deutschland und Polen stand vor allem eine partnerschaftliche Vernetzung für zukünftige gemeinsame Projekte im europäischen Kontext und eine nachhaltige Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Workshops zu Themen wie Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, rechtliche Rahmenbedingungen oder sozialwirtschaftlichen Fragestellungen rundeten das Angebot ab.

Mit einer internationalen Konferenz, Expertenvorträgen und der Vorstellung erster gemeinsamer Projektfortschritte ging das Projekt nun offiziell zu Ende. Dabei wurde jedoch deutlich, dass die Arbeit jetzt erst richtig beginnt. Der ASB steht den ukrainischen Helferinnen und Helfern auch in Zukunft dabei beratend zur Seite.