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26.10.2016

Herausforderung Bevölkerungsschutz

Fachtagung
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion diskutierten über die verschiedenen Angebote des ASB zum Bevölkerungsschutz

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Michael Schnatz, Leiter Referat Bevölkerungsschutz beim ASB-Bundesverband, Markus Leimegger, Weißes Kreuz Bozen, Dr. Florian Roth, ETH Zürich, Angela Clemens-Mitschke, BBK Bonn, Ludwig Frölich, ASB-Bundesvorstand und Jürgen Schreiber vom ASB Bremen - Foto - ASB/Stefanie Loos

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben sich die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz gewandelt. Wie er in Zukunft aussehen kann, darüber diskutierten in Berlin die Teilnehmer eines ASB-Expertengesprächs.

Alte Konzepte, Entscheidungswege und Abläufe erschweren eine effektive Vorbereitung auf mögliche Katastrophen. Wie der Schutz der Bevölkerung in Zukunft aussehen kann, darüber diskutierten am Dienstag, dem 25. Oktober, in Berlin rund 90 Teilnehmer eines ASB-Expertengesprächs unter dem Titel „Aktuelle Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz: Terror, Amok, Klima - schaffen wir das?"

Experten des ASB sowie Vertreter anderer Hilfsorganisationen, BBK, Polizei, Bundeswehr, THW und Weißem Kreuz tauschten sich über neue Aufgaben, Erschwernisse und mögliche Lösungswege aus. „Eine gemeinsame Vorbereitung und ein stetiger Erfahrungsaustausch helfen im Ernstfall stark zu sein", sagte etwa Axel Bédé vom LKA Berlin. Die im August erschienene und überarbeitete „Konzeption Zivile Verteidigung" sei ein erster Schritt in diese Richtung. Der ASB begrüßt die Neukonzeptionierung ausdrücklich.

Das Ehrenamt ist von großer Bedeutung

Freiwillige zu finden wird für die Hilfsorganisationen zunehmend schwieriger. Die Anforderungen steigen auch hier, sowohl an die freiwillig Engagierten selbst, als auch an die jeweiligen Hilfsorganisationen. ASB-Bundesvorstandsmitglied Ludwig Frölich bekräftigte daher: „Wir brauchen ein neues Denken hinsichtlich der Strukturen, der Ausbildungen und der effektiven Nachwuchsgewinnung. Nur so können wir die Funktionsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes auch künftig sicherstellen."

Die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher und ihre Bindung an die Organisation sowie der Umgang mit den sogenannten Spontanhelfern sind ebenfalls wichtige Themen für den ASB. Ludwig Frölich betonte: „Wir sind im ASB stolz auf die vielen Tausend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer." Mit den Ergebnissen der Tagung wird der ASB eine Standortanalyse machen und sich intensiv mit den neuen Herausforderungen im Bevölkerungsschutz auseinandersetzen.