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11.10.2016

Müntefering bei ASB-Mitgliederversammlung in München

„Nur wenn man sich unterhakt und jeder seine Aufgabe macht, kann das gut werden“
Der ASB-Präsident Franz Müntefering besuchte die Mitgliederversammlung 2016 des AB München und sprach mit den Besuchern über relevante Themen

Der ASB-Präsident Franz Müntefering bei seinem Besuch der Mitgliederversammlung des ASB München - Foto - ASB München

München, 11. Oktober 2016. Wichtiger Besuch bei der Mitgliederversammlung des Arbeiter-Samariter-Bundes München/Oberbayern (ASB): Der frühere Vizekanzler und heutige ASB-Präsident Franz Müntefering nahm am Montagabend im Münchner „Feierwerk“ Stellung zu wichtigen sozialpolitischen Themen.

Zur aktuellen Flüchtlingspolitik sagte Müntefering: „Wir wollen, dass menschlich mit den Menschen umgegangen wird, die zu uns kommen. Wir wollen den Flüchtlingen helfen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Religion und ethnischen Zugehörigkeit. Wir helfen mit unseren Möglichkeiten – heute, hier und jetzt. Nur wenn man sich unterhakt und jeder seine Aufgabe macht, kann das gut werden.“

Christian Boenisch, Geschäftsführer des ASB München ergänzte: „Flucht und Migration ist eine dauerhafte gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Das ist ein globales, ein internationales Thema.“

Der ASB-Präsident Müntefering äußerte sich auch zur Wohnsituation im Alter: „Jede Stadt, jeder Stadtteil und jedes Stadtquartier muss die Voraussetzungen für altersgerechtes Wohnen schaffen. Die Selbständigkeit der Menschen muss so lange wie möglich in ihrem eigenen Wohnumfeld gegeben sein. Die medizinische Versorgung und Daseinsvorsorge muss vor Ort geregelt sein. Die Lebensqualität der Menschen ist abhängig davon, ob und wie sie sich in ihrem Wohnviertel, und in ihrem Zuhause bewegen können.“

Auf der Mitgliederversammlung, die von dem Landtagsabgeordneten und dem bayerischen ASB-Landesvorsitzenden  Hans-Ulrich Pfaffmann (SPD) geleitet wurde, berichteten Vorstand und Geschäftsführung des ASB über aktuelle Projekte und Entwicklungen im Jahr 2015. So konnten durch Spenden und Mitgliedsbeiträge zahlreiche Projekte u. a. in den Bereichen Flucht und Migration, Wohnen im Viertel und Elektromobilität bewerkstelligt werden.

Auch sprach sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder für die vorgeschlagene Neufassung der ASB-Vereinssatzung aus. Diese wurde an die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen angepasst. So wurde u. a. die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) als ein weiterer Tätigkeitsbereich in die Satzung mit aufgenommen.

Der ASB-Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Wolf sagte in seiner Ansprache an die Mitglieder, dass „Transparenz, Ehrlichkeit, Aufbruch und Mitarbeiter/Mitglieder (der Team-Gedanke)“ eine wichtige Voraussetzung sei, um den neuen Anforderungen einer modernen Hilfsorganisation gerecht zu werden.