« Einsatz nach dem großen Sturm

11.10.2016

Trauer um Swetlana Lewkowska

Tod einer engagierten Arbeiterin für Menschen in Not
Bis zuletzt übernahm Lewkowska wichtige Aufgaben im Ukrainischen Samariterbund, organisierte Hilfe für tausende Binnenvertriebene aus dem Osten des Landes und von der Krim

Swetlana Lewkowska vor einer Notunterkunft für Mütter mit kleinen Kindern in Kiew. Bis zuletzt setzte sie sich für Menschen ein, die Hilfe brauchen - Foto - ASB / Markus Nowak

Der ASB trauert um Swetlana Lewkowska. Die Gründerin des Ukrainischen Samariterbundes ist am Samstag, 8. Oktober 2016, nach langer, schwerer Krankheit, im Alter von 72 Jahren in Kiew verstorben.

"Mit ihr verliert der ASB eine engagierte Samariterin und eine Frau, die ein gutes Herz, einen klaren Verstand und zupackende Hände in ihrem engagierten und unermüdlichen Einsatz für Menschen in Not zu vereinen wusste", sagte Knut Fleckenstein, der Bundesvorsitzende des ASB. "Swetlana Lewkowska wird uns als ein leuchtendes Vorbild in Erinnerung bleiben."

Bis zuletzt übernahm Lewkowska wichtige Aufgaben im Ukrainischen Samariterbund, organisierte Hilfe für tausende Binnenvertriebene aus dem Osten des Landes und von der Krim, kümmerte sich um junge Mütter, kranke Kinder und Verletzte vom Maidan und baute den Krankenfahrdienst in Kiew und Umgebung weiter aus.

1993 gründete Swetlana Lewkowska den Samariterbund in Kiew. Schon bald machte das gute Beispiel Schule und es entstanden zahlreiche Samaritervereine in der Ukraine, die sich schließlich zum Ukrainischen Samariterbund (SSU) zusammenschlossen. Deutsche ASB-Gliederungen gingen Partnerschaften mit den Samaritern in der Ukraine ein, es entstand ein großes Netzwerk der Hilfe.

Swetlana Lewkowska wurde zur Geschäftsführerin des SSU und setzte sich mehr als 20 Jahre lang vor allem für die Belange der Armen, Hilfebedürftigen, Kranken und Alten ein. Unter ihrer Leitung entstanden beispielsweise ein Waisenhaus, mehrere Kindernotunterkünfte, das Sozialzentrum „Kiewer Samariter", ambulante Pflegedienste und Krankentransporte sowie eine qualifizierte Ausbildung in Erster Hilfe.

Die Samariter in der Ukraine werden diese gute Arbeit und den Einsatz für alte, kranke, einsame und hilfsbedürftige Menschen in Not fortsetzen und im Geiste von Swetlana Lewkoswka ausbauen.

Mit ihrer Arbeit hat Swetlana Lewkowska auch einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Ukrainern und Deutschen geleistet. Im Dezember 2014 erhielt sie für ihre Verdienste das Bundesverdienstkreuz.

Wir werden Swetlana Lewkowska nicht vergessen und ihr ein ehrendes Andenken bewahren.