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22.07.2016

Kampf gegen den Hunger

Therapeutisches Ernährungszentrum
Um den Menschen in Guatemala zu helfen, die an Hunger leiden, unterstützt der ASB die Ernährungszentren

Der ASB unterstützt die Ernährungszentren mit Zusatznahrung und wichtigen Schulungen für Mütter und Kinder – Foto - ASB / Markus Nowak

In Guatemala und seinen Nachbarstaaten kämpft der ASB gegen den Hunger. Dabei können wir jede Unterstützung gebrauchen. Helfen auch Sie. Mit Ihrer Spende!

Die Arme sind ganz dünn, die Beine auch. Doch immerhin sind die Haare der kleinen Mileydy nicht grau, wie sie es bei vielen akut mangelernährten Kindern sind. Und anders als viele andere Kinder lächelt das Mädchen die Besucher schüchtern an. Das Treffen mit dem Baby und seiner Mutter ist eine der hoffnungsvollen Begegnungen im therapeutischen Ernährungszentrum von Jocotán. Nicht alle Kinder hier sehen so aus, als seien sie auf einem guten Weg, sich von der akuten Mangelernährung zu erholen. Und auch das kleine Mädchen hat noch einen langen Weg vor sich: Mileydy ist zehn Monate alt und wiegt nur fünfeinhalb Kilo. Normal wären in diesem Alter etwas über acht Kilogramm. Außerdem ist sie gut zehn Zentimeter kleiner als ein normal ernährtes Kind in ihrem Alter.

Lebensrettende Hilfe

Seit 20 Tagen wird die Kleine von Ärzten und Schwestern im Ernährungszentrum gepflegt und mit Zusatznahrung aufgepäppelt. Der ASB unterstützt das staatliche Zentrum im Rahmen seines Aktionsprogramms gegen die Folgen der Dürre in Zentralamerika. Die Helfer bauen also keine eigenen Strukturen auf, sondern stellen bereits existierenden Ernährungszentren therapeutische Babynahrung, Breie und zusätzliche Nahrungsmittel zur Verfügung. Außerdem unterstützen die Helfer die Ärzte und Schwestern, die in dem Zentrum arbeiten, mit Schulungen und Weiterbildungskursen. So ist sichergestellt, dass die Hilfe einen sofortigen wie auch einen nachhaltigen Effekt hat.

„Bei unseren Untersuchungen in den abgelegenen Gemeinden finden wir heraus, welche Kinder akut mangelernährt sind und bringen sie in die therapeutischen Ernährungszentren", erklärt Alejandro Zurita, ASB-Regionaldirektor für Zentralamerika. Hier in Jocotán können eigentlich 15 Kinder und ihre Mütter aufgenommen werden. Zurzeit ist das Zentrum mit 17 Müttern und Kindern überbelegt. „Durch die Dürre hat sich die Situation verschlechtert und wir bräuchten eigentlich noch viel mehr Plätze", sagt Alejandro Zurita.

Zu schwach zum Lächeln

Wie ernst die Situation ist, zeigt das Beispiel der kleinen Ofelia. Sie ist seit acht Tagen im Zentrum in Behandlung und sieht noch immer aus, als könnte der Wind sie wegpusten. Kraft zum Lächeln hat das Mädchen nicht mehr. Ihre Mutter berichtet, dass es sehr lange dauert, das entkräftete Kind mit der aufbauenden Zusatznahrung zu füttern. Ohne die Unterstützung des ASB könnte sie ihrem Kind gar nichts zu essen geben. „Das Zentrum ist finanziell sehr schlecht ausgestattet und kann den Bedarf alleine nicht decken", berichtet ASB-Helfer Alejandro Zurita. „Leider ist die staatliche finanzielle Zuwendung nicht ausreichend." Daher unterstützt der ASB die Einrichtung und das engagierte Personal.