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30.06.2016

Fünf Jahre BFD: In der Gesellschaft angekommen

Freiwilligenarbeit
Auch ältere Menschen können beim ASB den BFD erbringen

Der BFD ermöglicht seit 2011 auch älteren Menschen einen strukturierten Freiwilligendienst - Foto - ASB/K. Lindemann

Der Bundesfreiwilligendienst wird am 1. Juli 2016 fünf Jahre alt. Ziel der Bundesregierung war es damals, nach dem Wegfall des Zivildienstes das freiwillige Engagement aller Altersgruppen zu stärken. Der ASB engagierte sich von Beginn an für den neu geschaffenen Dienst, der seitdem fester Bestandteil des freiwilligen Engagements im gesamten Verband ist.

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht und dem daraus folgendem Ende des Zivildienstes mussten sich Einrichtungen und Dienste umstellen. Die ASB-Einsatzstellen waren rechtzeitig bereit für Menschen, die sich ein Jahr lang für das Gemeinwohl engagieren wollten. Als eine der ersten der großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen hat der ASB den Bundesfreiwilligendienst von Anfang an begleitet und gefördert. Als Zentralstelle unterstützt der ASB-Bundesverband z. B. seine Einsatzstellen bei der Durchführung des BFD und übernimmt zentrale Verwaltungsaufgaben.

Der BFD ist generationsoffen angelegt und eröffnet damit auch einer neuen Zielgruppe, nämlich älteren Menschen, die Möglichkeit, einen pädagogisch begleiteten Lerndienst zu leisten: „ Wir sind froh, dass wir mit dem BFD auch Freiwilligen über 27 Jahren ein strukturiertes Angebot machen können", sagt Doris Siebolds, Leiterin des Referats Freiwilligenengagement beim ASB-Bundesverband. „Die Zahl der BFDler im ASB steigt seit dem Start vor fünf Jahren kontinuierlich an."

In den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 4.000 Menschen unterschiedlicher Altersstufen ihren BFD beim ASB absolviert. Davon waren rund 30 Prozent älter als 27 Jahre. Besonders in Übergangszeiten kann ein Freiwilligendienst eine gute Orientierungshilfe sein, z.B. nach der Elternzeit oder in der Phase zwischen Berufsleben und Pensionierung.

Im vergangenen Jahr reagierte die Bundesregierung auf das drängende Thema der Integration von Flüchtlingen und schuf bundesweit 10.000 zusätzliche Plätze in diesem Bereich. Auch im ASB leisten rund 30 BFDler in der Flüchtlingshilfe freiwillige Arbeit. 2015 engagierten sich in den beiden Freiwilligendiensten BFD und FSJ des ASB die Menschen vor allem in den Bereichen ambulante Altenhilfe, Rettungsdienst, Hilfe für Menschen mit Behinderung, der Kinder- und Jugendhilfe und der Flüchtlingshilfe.

„Der BFD hat den Zivildienst nicht ersetzt", betont Doris Siebolds. „Aber er ermöglicht viele Unterstützungsangebote, die es sonst beim ASB nicht geben würde. Außerdem trägt der BFD zu einer lebendigen Kultur des freiwilligen Engagements in Deutschland bei."