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10.05.2016

Eröffnung eines Kinderzentrums in Litauen

Erfolgreiche Samariterkooperation
Im Kinderzentrum „Windschatten" im litauischen Slienava kümmert sich der ASB um die Betreuung der Kinder

Der litauische Samariterbund setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte und die Betreuung von Kindern ein. Dabei wird er von deutschen ASB-Gliederungen unterstützt - Foto: ASB / Susanne Hörle

Buntes Getümmel, lautes Kinderlachen, viel Sonne und hoher Besuch begleiteten am Freitag, 6. Mai 2016, die Eröffnung des Kinderzentrums „Windschatten" im litauischen Slienava.

In dem kleinen Ort in der Nähe von Kaunas betreibt der litauische Samariterbund (LSB) bereits seit 2005 eine Kinderbetreuung. Das neue Kinderzentrum ist ein gemeinsames Projekt von LSB, dem ASB Hamburg Nord-Ost sowie dem ASB Westhessen.

Eröffnet wurde das Kinderzentrum vom litauischen Premierminister Algirdas Butkevicius, der das gemeinsame Engagement des LSB und des ASB lobte. Auch der ASB-Bundesvorsitzende, Knut Fleckenstein, gehörte zu den Gästen. Er wandte sich in seiner Ansprache besonders an die Kinder und Jugendlichen, die hier in Zukunft spielen und lernen werden. „Das Haus soll Euch Spaß, Freude und viele schöne gemeinsame Stunden bringen. Hier könnt ihr lernen und euch wohlfühlen, über Probleme reden und Lösungen finden."

Kinder aus armem Elternhaus

Die meisten Kinder, die das Zentrum besuchen, stammen aus armen Familien, die in Behelfsheimen ohne Wasser- oder Stromanschluss leben. Viele der Mütter und Väter sind arbeitslos oder alkoholkrank. Das Kinderzentrum wird durch Spenden finanziert, die betreuten Kinder erhalten Frühstück und Mittagessen. Nach der Schule verbringen sie den Nachmittag mit Schularbeiten und gemeinsamen Spielen.

„Es ist egal, ob Deutschland oder Litauen – die Samariter haben überall das gleiche Ziel: Wir wollen helfen, vor allem denen, die sich nicht selbst helfen können", sagte Daiva Gerviene, vom LSB Kaunas.

Gerd Prüfer vom ASB Hamburg Nord-Ost bestätigte: „Es ist schön zu sehen, was wir gemeinsam bewirkt haben. Die Kinder haben hier einen geregelten Tagesablauf, einige haben inzwischen sogar ihren Realschulabschluss geschafft und damit eine bessere Zukunftsperspektive."