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25.02.2016

ASB-Engagement geht weiter

Nothilfemaßnahmen in der Ukraine

Eine ASB-Helferin hat Lebensmittel für eine Frau mitgebracht, die ein Baby auf dem Arm hält.Die freiwillige Helferin Marina unterstützt Familien, die aus ihren Heimatregionen vertrieben wurden - Foto - ASB

Ein Jahr lang unterstützte der ASB mit Hilfe des Auswärtigen Amtes Menschen, die aus ihrer Heimatregion vertrieben wurden und Zuflucht in anderen Teilen der Ukraine suchen mussten. Mit der Verlängerung des Projekts wird nun die wertvolle Hilfe weiterhin ermöglicht.

Mehrere tausend Menschen wurden medizinisch versorgt oder mit warmer Kleidung und Bettwäsche für den Winter ausgestattet. 500 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel verteilte der ASB im letzten Jahr an Binnenvertriebene in der Ukraine. Gleichzeitig boten die Samariter in den Bereichen Pflege, Erste Hilfe und Gesundheit Trainings an, um Binnenvertriebene auszubilden. Dadurch sollen sich für sie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Einbindung von Freiwilligen ist fester Bestandteil

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützten den ASB dabei, Lebensmittel zu verpacken und zu verteilen sowie die Hilfeempfänger zu beraten. Viele der Freiwilligen haben selbst einen Status als Binnenflüchtlinge: „Als die Lage in Donezk eskaliert ist und unsere Straße bombardiert wurde, bin ich mit meinen Kindern nach Kiew geflohen", erzählt Marina, die ebenfalls freiwillig beim ASB mithilft. „Hier habe ich sofort Hilfe von den Kiewer Samaritern erhalten, dafür bin ich sehr dankbar. Ich möchte mit meinem ehrenamtlichen Engagement Flüchtlingen helfen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie ich es damals war."

Maßnahmen werden ausgeweitet

Nach dem Projektende im Februar fördert das Auswärtige Amt nun die Fortführung der Aktivitäten für weitere 24 Monate. „Damit können wir unsere Hilfe sogar ausweiten und neben den Projektregionen, in denen unsere Kollegen bereits großartige Arbeit leisten, die Region Chernigiv sowie die von der Regierung kontrollierten Gebiete in den Verwaltungsbezirken Luhansk und Donezk mit in das Programm aufnehmen", sagt Projektkoordinator Michael Schnatz.

Ferienfreizeiten für Flüchtlingskinder

Neben dem Ausbau der bisherigen Aktivitäten führt der ASB in den Sommermonaten Ferienfreizeiten für Kinder durch, damit diese sich von den schrecklichen Erlebnissen der Flucht und der großen Not ein wenig erholen können.

Bereits seit dem Frühjahr 2014, als die Gewalt auf dem Maidan in Kiew eskalierte, leistet der ASB gemeinsam mit seinen Partnern vom ukrainischen Samariterbund Nothilfe für intern Vertriebene aus den ostukrainischen Kriegsgebieten sowie der durch Russland annektierten Krim. Heute sind laut Angaben der Vereinten Nationen 1,6 Millionen Ukrainer als Binnenflüchtlinge registriert. Diese Menschen sind vor Bombardierungen, dem Zusammenbruch der Infrastrukturen und dem Kriegschaos oder der Annexion aus ihren Heimatregionen geflohen.