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15.02.2016

Zugunglück in Bad Aibling - Wie man Betroffenen jetzt helfen kann

Mitarbeiter des KIT München überbringen eine Unglücksmeldung

Mitarbeiter des KIT München im Einsatz - Foto - KIT München

Peter Zehentner, Leiter des Krisen-Interventions-Teams KIT München, erklärt in einer Sondersendung des Bayerischen Fernsehens sowie im Bayerischen Rundfunk, wie man die Betroffenen und die Einsatzkräfte nach dem verheerenden Zugunglück  in Oberbayern jetzt am besten unterstützen kann.

 „Betroffene  brauchen vor allem einen Ort der Ruhe, es muss jemand für sie da sein, sie brauchen das Gefühl der Sicherheit“, erklärt Peter  Zehentner, Leiter des KIT München des Arbeiter-Samariter-Bundes München/Oberbayern in der Sondersendung des Bayerischen Fernsehens BR Extra am Dienstagabend. Verletzte, Angehörige und Rettungskräfte bräuchten in einer solchen Ausnahmesituation  einen „Gesprächspartner“  und sie müssten wissen,  „wo sie sich gegebenenfalls professionelle Hilfe“ holen können.

Am Dienstagmorgen waren auf einer eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen zwei Züge  frontal ineinander geprallt, neben den elf Toten gab es rund 80 zum Teil schwer Verletzte. Die Betroffenen wurden von den lokalen Kräften der Notfallseelsorge und der Krisenintervention betreut.

Für solche Krisensituationen und viele andere ist das KIT München 24 Stunden, an 365 Tagen seit über 20 Jahren da. Das KIT München übernimmt ehrenamtlich die professionelle Betreuung von Menschen, die unmittelbar nach einem schrecklichen Ereignis unter schweren seelischen Belastungen leiden. Speziell ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren auch im letzten Jahr rund um die Uhr in Bereitschaft und im Einsatz. Im Jahr 2015 wurden bei mehr als 900 Einsätzen über 2000 Menschen betreut, beraten und begleitet.

Christian Boenisch, Geschäftsführer des ASB München/Oberbayern:„Wir werden  auch in 2016 wieder massiv in die qualitativ hochwertige  Aus- und Fortbildung  unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  investieren, um auch weiterhin auf diesem hohen Niveau einsatzbereit zu sein.“

Peter Zehentner wurde im Studio von BR Extra interviewt. Auch bei Bayern 1 war er am 10.02.2016 zu Gast. Das komplette Interview hören Sie  unter:

www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-oberbayern/zugunglueck-bad-aibling-kriseninterventionsteam-hilfe-100.html