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28.01.2016

Unterstützung für Flüchtlingshelfer in der Ukraine

Hilfe für Helfer

In kleinen Gruppen bearbeiteten die Teilnehmer Fragen zu Stressbewältigung und Stressprävention für Helfer, die mit belastenden Erfahrungen konfrontiert werden.

In der Ukraine sind tausende Freiwillige im Einsatz für die Vertriebenen aus dem Osten des Landes und von der Krim. Viele von ihnen erfahren dabei von belastenden Erinnerungen. Der ASB hilft den Helfern, mit solchen Erlebnissen besser umzugehen.

Gemeinsam mit dem Ukrainischen Samariterbund (SSU) hat der ASB eine Weiterbildung für Multiplikatoren in Kiew organisiert. Anneli Droste, eine erfahrene ASB-Mitarbeiterin aus dem Bereich der psychosozialen Notfallvorsorge und der Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE), gab den Teilnehmern wichtige Hinweise zum Umgang mit Krisensituationen.

Wie kann man Menschen, die angesichts militärischer Konflikte ihre Heimatorte verlassen und fliehen mussten, möglichst wirksam helfen? Und wie können Helfer, die in einer solchen Situation ebenso wie die Betroffenen erhöhten psychischen Belastungen ausgesetzt sind, effektiv unterstützen? Wie kann man bei einem Hilfseinsatz mit eigenen psychischen Belastungen sowie mit denen der Betroffenen besser umgehen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Seminars am 19. und 20. Januar 2016 in Kiew.

Neben hauptamtlichen Mitarbeitern des SSU nahmen auch zahlreiche freiwillige Helfer der ukrainischen Samariterorganisationen aus Charkiw, Kiew und Poltawa an dem Training teil. Sie alle sind seit fast zwei Jahren ununterbrochen im Einsatz für die Binnenflüchtlingen aus der Ostukraine und von der Krim. "Wir wissen nun besser, wie wir den Betroffenen zu einer erfolgreichen Stressbewältigung verhelfen können. Und auch, wie wir selbst eine wirksame Stressprävention betreiben können", erklärte Juri Krylov, Leiter der Charkiwer Samariter.

Das Seminar fand im Rahmen des groß angelegten Hilfsprojektes für Binnenvertriebene statt, das vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.

ASB-Projektkoordinator Michael Schnatz freute sich über den Erfolg des Seminars. "Uns ist es wichtig, die Helferinnen und Helfer bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe nicht allein zu lassen. Neben der materiellen Hilfe brauchen sowohl die Vertriebenen als auch die Helfer psychologische Unterstützung. Wir sind froh, dass wir unsere guten Erfahrungen aus Deutschland an die Kollegen in der Ukraine weitergeben können."