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10.12.2015

ASB präsentiert MdB-Mitarbeitern seine Flüchtlingshilfe

Detlef Kühn und Gabriele Osing berichten über die Flüchtlingshilfe des ASB

Gabriele Osing, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste beim ASB-Bundesverband und Detlef Kühn, stellvertretender Vorsitzender des ASB Berlin, berichteten aus der Flüchtlingshilfe des ASB in Deutschland - Foto - ASB/Astrid Königstein

Die ASB-Hauptstadtrepräsentanz lud am 9. Dezember 2015 Referenten von Bundestagsabgeordneten zum Mittagstisch ein. Diesmal ging es um die Arbeit des ASB in der Flüchtlingshilfe.

Beim ASB-Mittagstisch im Gaffelhaus in Berlin stellte der Arbeiter-Samariter-Bund Mitarbeitern von Bundestagsabgeordneten seine Flüchtlingshilfe vor. Zur Einstimmung in das hochaktuelle Thema präsentierte Gudrun Schattschneider, Leiterin der ASB-Hauptstadtrepräsentanz, das Video des ASB zu seiner Flüchtlingshilfe.

Danach stellte Gabriele Osing, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste beim ASB-Bundesverband, die Angebote des ASB für Flüchtlinge vor. Dabei betonte sie: „Was wir gerade vor uns haben, ist kein Sprint, sondern ein Marathon." Während der ASB im Moment vorrangig als Hilfsorganisation in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, wird er in den nächsten Jahren vor allem als Wohlfahrtsverband gefordert sein. „Denn langfristig wird es um die Integration der Flüchtlinge gehen", erklärte Osing. „Der ASB hat deshalb das Thema Integration für das nächste Jahr zu seinem Schwerpunkt gemacht."

Detlef Kühn, stellvertretender ASB-Landesvorsitzender von Berlin, berichtete anschließend von den Erfahrungen des Berliner ASB in der Nothilfe: Insgesamt sechs Notunterkünfte hat der Landesverband in den letzten zwei Jahren betrieben. „Eine Normalität tritt auch nach einigen Tagen nicht ein. Denn es kommen immer weitere Flüchtlinge", erzählte Detlef Kühn. Als sehr hilfreich erwies sich die Gründung von Freiwilligenvereinen. So konnte der ASB verschiedene Berufsgruppen wie Ärzte in die Versorgung der Flüchtlinge einbinden. „Wir haben ein eigenes Ärztezentrum aufgebaut, sodass wir die Flüchtlinge weitestgehend selbst behandeln können", berichtete Kühn.

Rege Fragerunde

Nach den beiden Input-Referaten meldeten sich viele Anwesende in der Fragerunde zu Wort. So wollte eine Mitarbeiterin wissen, was der ASB von den neuen Stellen im Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingshilfe halte. „50 Prozent der Plätze sollen mit Flüchtlingen als Freiwillige besetzt werden, was wir sehr befürworten. Die Nachfrage und der Bedarf in der Flüchtlingshilfe sind groß und wir könnten wesentlich mehr Plätze brauchen", antwortete Gabriele Osing. Detlef Kühn ergänzte, dass die Notunterkünfte in Berlin Flüchtlinge auch ohne BFD in die alltägliche Arbeit einbinden würden. „Die Flüchtlinge möchten arbeiten. In Zuverdienst ist wichtig für ihr Selbstwertgefühl."

Weitere Fragen betrafen die Gesundheitskarte und die Einbindung von Flüchtlingen mit medizinischer Ausbildung in der ärztlichen Versorgung in den Flüchtlingsunterkünften. Ein Mitarbeiter fragte, wie oft es vorkomme, dass Flüchtlinge falsche Angaben zu Nationalität und Namen machten. Der stellvertretende Landesvorsitzende des ASB Berlin räumte ein, dass dies immer wieder vorkomme. „Aber da die Flüchtlinge in der Regel Anschluss zu Landsleuten suchen, erkennen wir auch ohne Sprachkenntnisse, wer zu welcher Volksgruppe gehört oder nicht."

Nächster ASB-Mittagstisch

Zum Schluss lud die Leiterin der Hauptstadtrepräsentanz, Gudrun Schattschneider, zum nächsten ASB-Mittagtisch am 8. März 2016 ein. Er wird