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28.10.2015

Der ASB beim "Spitzengespräch Flüchtlinge" im BMZ

Vertreter großer Hilfsorganisationen trafen sich in Berlin mit Politikern zum Erfahrungsaustausch in Sachen Flüchtlingshilfe

Bundesminister Dr. Gerd Müller (M.) eröffnete das Spitzengespräch zum Thema Flüchtlinge im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – Foto - Thomas Imo/photothek

Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fand heute Vormittag ein Spitzengespräch zum Thema Flüchtlinge statt. Bundesminister Dr. Gerd Müller hatte Vertreter großer Hilfsorganisationen zum Erfahrungsaustausch nach Berlin geladen.

Ziel des Austauschs war es, die gemeinsamen Anstrengungen im Bereich der Flüchtlingshilfe zu verstärken und weitere Maßnahmen zu besprechen. Für den ASB nahm Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch am Gespräch teil.

Der Bundesminister dankte den Organisationen zunächst für ihren Einsatz zur Versorgung der Flüchtlinge in den Krisenregionen. Die Haushaltsmittel hatte das BMZ kurz zuvor noch einmal aufgestockt. Mit dem zusätzlichen Mitteln sollen vor allem Hilfsmaßnahmen in den Herkunfts- und Transitländern verstärkt werden.

Akute Flüchtlingshilfe

Einen Teil der Hilfe leistet der ASB: Mit eigenen Mitteln sowie mit finanzieller Unterstützung durch das BMZ und das Auswärtige Amt verteilt der ASB, gemeinsam mit dem serbischen Samariterbund IDC, in den Flüchtlings- und Durchgangslagern in Serbien und Mazedonien Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und andere überlebenswichtige Hilfsgüter. Darüber hinaus bauen ASB und IDC die mobilen medizinische Teams aus, deren Mitarbeiter die Menschen unterwegs behandeln und kleine Wunden oder Krankheiten versorgen können.

Im serbischen Subotica baute der ASB außerdem ein wintersicheres Flüchtlingscamp auf, sodass Menschen, die im Winter dort stranden, nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Heizung, Strom und Wasser haben. Außerdem versorgt der ASB im Nordirak rund 3.000 Familien in zwei Flüchtlingslagern mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln und betreibt dort eine Gesundheitsstation. In der Ukraine kümmert sich der ASB um die Unterbringung und Versorgung von Binnenflüchtlingen. Daneben verteilt er auch dort Lebensmittel- und Hygienepakete.

Situation in Herkunftsländern verbessern

Um die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern, setzt der ASB beispielsweise im Kosovo seit den 1990er Jahren zahlreiche Projekte für einkommensschaffende Maßnahmen um. So soll die Armut in der Bevölkerung gesenkt, neue Beschäftigungsperspektiven geschaffen und gleichzeitig die friedliche Koexistenz der albanischen Mehrheitsbevölkerung und der verschiedenen Minderheiten gefördert werden.