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30.09.2015

Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch beim Dialog mit der Kanzlerin

Gespräch verschiedener Politiker im Bundestag über die steigende Flüchtlingszahl in Deutschland

Die Vertreter von rund 30 Verbänden (ganz rechts: Ulrich Bauch), Wirtschaft, Kommunen und Kirche im Dialog mit Kanzlerin Merkel Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Am 29. September 2015 trafen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Innenminister Thomas de Maizière rund 30 Vertreter von Verbänden, Wirtschaft, Kommunen und Kirche zum Gespräch im Bundeskanzleramt. Für den ASB nahm Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch an dem Treffen teil.

Das zentrale Thema der Begegnung waren angesichts stetig zunehmender Flüchtlingszahlen die Aufnahme, Versorgung und langfristige Integration der Menschen in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel wies in ihrer Einleitung darauf hin, dass es international wirtschaftlich weit schwächere Länder gibt, die eine große Zahl an Flüchtlingen aufgenommen haben.


Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch nutzte den Austausch zwischen der Bundeskanzlerin und den Akteuren der Flüchtlingshilfe, um die Position des ASB zu verdeutlichen: „Unsere ureigene Aufgabe ist es, Menschen zu helfen – ob auf der Flucht oder nach der Ankunft in Deutschland – und dies wird der ASB auch im Bereich der Flüchtlingshilfe weiterhin nach Kräften tun", sagte Ulrich Bauch. Angela Merkel dankte in diesem Zusammenhang auch dem ASB mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für das Engagement in der Hilfe für Flüchtlinge.


Bundesinnenminister Thomas de Maizière legte die Grundzüge der Änderungen im Asylrecht dar, die zum 1. November in Kraft treten sollen. Unter anderem soll der Bund die Flüchtlingshilfe künftig stärker finanzieren. Ebenfalls ist vorgesehen, die ankommenden Menschen zentral zu registrieren und auf die verschiedenen Unterkünfte zu verteilen.


Ein weiteres Thema des Austauschs war die langfristige Einbindung der geflüchteten Menschen in die deutsche Gesellschaft. Durch die Gesetzesänderung sollen Asylbewerber frühzeitiger als bisher staatlich finanzierte Integrationskurse besuchen und auch kurzfristiger die Möglichkeit haben, eine Arbeit aufzunehmen. ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch unterstrich dies: „Um die Menschen dauerhaft in unsere Gesellschaft zu integrieren, benötigen sie gute Sprachkenntnisse, eine fundierte Ausbildung und eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Mit zahlreichen ehrenamtlich unterstützten Initiativen arbeitet der ASB bereits jetzt an ersten Schritten zur Integration." Sozialbetreuung, Deutschkurse sowie gemeinsame Sport- und Freizeitangebote stehen in vielen vom ASB betriebenen Unterkünften auf dem Tagesplan. Derzeit betreut der ASB in Deutschland an etwa 85 Standorten rund 24.000 Flüchtlinge.