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10.09.2015

Versorgen, betreuen, fördern: ASB in Bayern hilft Flüchtlingen auf unterschiedlichste Weise

ASB-Landesvorsitzender Pfaffmann: "Es geht um Humanität statt Abschreckung"

Die ASB-Notunterkunft in Berlin-Wilmersdorf wird ausschließlich von ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern betrieben. Hier kümmern sich Freiwillige in der Küche der Notunterkunft um das Essen der Flüchtlinge - Foto - ASB/Steffi Loos

Erlangen/Neu-Ulm, 10. September 2015. Der Arbeiter-Samariter-Bund in Bayern hilft Flüchtlingen auf unterschiedliche Weise: So betreut zum Beispiel der ASB Erlangen-Höchstadt in drei Einrichtungen rund 800 Flüchtlinge – und damit genau so viele, wie auch in der eigentlichen Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf untergekommen sind. Im Auftrag von Stadt und Landkreis kümmert sich der ASB Erlangen-Höchstadt um Schlafplätze und sanitäre Einrichtungen, übernimmt die medizinische Versorgung und berät die Menschen in vielen Alltagsfragen.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des ASB stehen für jene Art der Willkommenskultur, wie wir sie jetzt auch brauchen“, sagt Hans-Ulrich Pfaffmann, Landesvorsitzender des ASB Bayern und stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag. „In einem reichen Bundesland wie Bayern darf es nicht um Abschreckung gehen. Es geht um Humanität und Solidarität.“ Zudem müsse grundsätzlich gelten, dass Flüchtlinge und Asylbewerber arbeiten dürfen. Pfaffmann: „Das ist allemal besser, als untätig in den Unterkünften zu sitzen."     

Versorgung von minderjährigen und unbegleiteten Flüchtlingen

Der ASB Neu-Ulm widmet sich speziell minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Begleitung nach Bayern gekommen sind. In speziellen Wohngruppen stehen den jungen Menschen nach dem Schulbesuch ASB-Betreuer zur Seite, um den Alltag in der noch fremden Kultur besser bewältigen zu können. Beim ASB Neu-Ulm arbeitet zudem ein Flüchtling aus Somalia im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes; er assistiert bei Erste-Hilfe-Kursen.  

Flexibilität und Einsatz bis an die Belastungsgrenzen mussten die ASB-Verbände München, Nürnberg, Schweinfurt oder Jura (tätig im Bereich Amberg/Sulzbach) unter Beweis stellen – als es darum ging kurzfristig Platz für ankommende Flüchtlinge zu schaffen. So hat zum Beispiel der ASB München gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen in der Messe Riem sowie im Luisengymnasium Notunterkünfte eingerichtet. Die Münchner Samariter stellen zudem Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, um Flüchtlinge mit Infektionskrankheiten in Krankenhäuser zu bringen.