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12.08.2015

Junge europäische Samariter trafen sich in Litauen

26 Jugendliche aus fünf Ländern nahmen am 3. Internationalen Camp junger, europäischer Samariter teil - Foto - ASB Landesverband Hamburg

Vom 18. bis 25. Juli trafen sich im litauischen Kaunas 26 Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland unter dem Thema „Jung, Europäer, Arbeitslos? – Probleme und Lösungen“.
Gemeinsam für Europa

Jugend stark machen – das  ist eines der Ziele des ASB. Dazu bietet der ASB Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten sich zu engagieren, zu entwickeln, Horizonte zu erweitern und mit anderen Jugendlichen in Deutschland und darüber hinaus in den Austausch zu treten. Eine solche Möglichkeit bietet seit drei Jahren das Internationale Camp junger, europäischer Samariter, das in diesem Jahr vom 18. bis 25. Juli im litauischen Kaunas stattfand. Dort trafen sich 26 Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland unter dem Thema „Jung, Europäer, Arbeitslos? – Probleme und Lösungen". Organisiert wurde die multilaterale Jugendbegegnung von der ASB-Landesjugend Hamburg, dem lettischenund dem litauischen Samariterbund.

Eine Woche lang beschäftigten sich die Mädchen und Jungen zwischen 16 und 24 Jahren mit dem Thema Jugendarbeitslosigkeit. Am Anfang stand eine Bestandsaufnahme: Mit Präsentationen und Vorträgen gaben die Jugendlichen Einblicke in die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit in ihren jeweiligen Ländern. Anschließend  konfrontierten die Teilnehmer in Interviews Vertreter verschiedener Firmen mit dem Thema und stellten kritische Fragen. In der folgenden Auswertung wurden die Probleme definiert und mögliche Lösungen erarbeitet. So stellten die Jugendlichen fest, dass in  beinahe allen Ländern Europas in ähnlichen Bereichen Fachkräftemangel herrscht. Sie schlugen verschiedene Wege vor, um Fachkräften grenzübergreifend den Einstieg in den Arbeitsmarkt des Partnerlandes zu erleichtern. Dazu gehörten etwa die Hilfe bei der Wohnungssuche, kostenlose Sprach- und Kulturkurse oder die kostenlose Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs.

Am Ende der Projektwoche stellten die Jugendlichen ihre Ergebnisse im litauischen Parlament den Politikern zur Diskussion vor. Mit der Übergabe einer Resolution unterstrichen sie ihr Ergebnis, dass Europa durch mehr Zusammenarbeit die Jugendarbeitslosigkeit senken und zugleich dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann.

Neben dem jugendpolitischen ist auch der interkulturelle Austausch ein wichtiges Ziel der Jugendbegegnung. An gemeinsamen Kulturabenden wo Lieder gesungen, Geschichten erzählt, Länder vorgestellt, landestypische Snacks gegessen und Spiele gespielt werden, wächst das Verständnis für andere Kulturen. Darüber hinaus stärkt das Projekt die Jugendlichen sich gemeinsam für ihr Europa einzusetzen und an seiner Entwicklung zusammen mitzuarbeiten.