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19.06.2015

Flüchtlinge: Gewinn und Chance für unsere Gesellschaft

Der ASB beschäftigt sich in vielen Regionen Deutschlands mit der Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen - Foto - ASB/B. Bechtloff

Mit Blick auf den Weltflüchtlingstag betont der Arbeiter-Samariter-Bund den uneingeschränkten Anspruch auf Hilfe für Menschen, die aus Not, wegen Vertreibung oder Armut heimatlos geworden sind.

Köln, 19. Juni 2015 – „Menschen, die aus Not, wegen Vertreibung oder Armut heimatlos geworden sind, haben einen uneingeschränkten Anspruch auf Hilfe", sagt der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein (MdEP) anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2015. Kriege, Dürrekatastrophen, Verfolgung oder der Wegfall der Lebensgrundlage zwingen Menschen zur Flucht mit ungewissem Ausgang. „Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht die Aufnahme dieser Flüchtlinge als eine humanitäre Pflicht Deutschlands und Europas an", bekräftigt Fleckenstein.

Erst am Dienstag debattierten die EU-Innenminister in Luxemburg über eine Verteilungsquote, eine Entscheidung dazu wurde bisher nicht getroffen. Währenddessen stranden allein an der italienischen Küste täglich bis zu 2.000 Flüchtlinge. Tausende harren seit Wochen und Monaten in überfüllten Auffanglagern aus. Der Mittelmeerstaat ist mit dem Andrang längst überfordert. Der ASB begrüßt daher eine gerechte Verteilungsquote für Flüchtlinge. „Gerade Deutschland hat in seiner Geschichte eine Vielzahl von Flüchtlingen aufgenommen", sagt Knut Fleckenstein. „Zu jeder Zeit haben zugewanderte Menschen die kulturelle Identität bereichert und ihren Platz in der Gesellschaft gefunden. Der ASB sieht daher in jedem Menschen, der den Weg zu uns findet, einen Gewinn und eine Chance für unsere Gesellschaft. Das erfordert eine Willkommenskultur, zu der jeder Mitbürger seinen Beitrag leisten sollte."

Der ASB ist in Deutschland in vielen seiner Landes- und Ortsverbände mit der Versorgung, Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen betraut. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Katastrophenschutz organisieren Unterkünfte, versorgen die Flüchtlinge mit Mahlzeiten, Kleidung, Möbeln und Material, ASB-Sozialarbeiter kümmern sich um Kinder, junge Familien oder ältere Menschen, helfen bei Behördengängen und organisieren nachbarschaftliche Hilfe. Der ASB ist dabei fast immer Netzwerkpartner der Kommunen und arbeitet gemeinsam mit anderen Wohlfahrtsorganisationen, Kirchen oder Freiwilligenorganisationen zusammen.