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17.03.2015

Besuch ehemaliger ukrainischer Zwangsarbeiter

Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit

Bei ihrem Besuch in Kiew interviewen Jugendliche des ASB München und Medien-Zentrums München ehemalige Zwangsarbeiter - Foto: JFF

Seit 1994 engagiert sich der ASB in Mittel- und Osteuropa, um nachhaltig das Wohl der Menschen zu verbessern. Ein Schwerpunkt der Hilfe liegt sicherlich in der Ukraine, wo der ASB vielfältige Projekte, wie z.B. breit angelegte Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge, Unterstützung eines Waisenhauses sowie Hilfen für die Opfer des Nationalsozialismus durchführt.sieben Jugendliche der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) und des Medien-Zentrums München (MZM) nach Kiew gereist, um dort eine Filmdokumentation zu den ehemaligen Zwangsarbeitern aus der Ukraine zu drehen. Mit diesem Film haben die Teilnehmer das Thema: `Ukrainische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs in München´ in den Blickpunkt vieler Jugendlicher gerückt.

Einige ukrainische Bürger mussten schon bei ihrer Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges in bayerischen Städten großes Leid erfahren. Um diese Problematik aufzuarbeiten hat der ASB München in Kooperation mit der bayerischen Landeshauptstadt Ende April 2015 13 Angehörige ehemaliger Zwangsarbeiter aus der Ukraine zum Gegenbesuch eingeladen.

Auch der Gegenbesuch wird von den Jugendlichen der ASJ und des MZM filmisch dokumentiert. In einer ergänzenden Filmdokumentation werden sich die jungen Teilnehmer erneut mit dem Thema Zwangsarbeit in München auseinandersetzen.

Die ukrainischen Besucher, die in Kürze empfangen werden, haben die Möglichkeit, die Orte ihrer leidvollen Erfahrung zu besuchen und sehenswerte Orte in Bayern kennenzulernen.

So werden die Gäste am 28. April von der Stadt München im Ratskeller begrüßt. Anschließend werden sie das ehemalige Zwangsarbeiterlager in München-Neuaubing aufsuchen.

Am darauf folgenden Tag werden die ukrainischen Besucher von der Stadt Nürnberg empfangen. Dort steht u.a. eine Besichtigung des Schauplatzes der Nürnberger Prozesse an. Außerdem soll das Zwangsarbeiter-Mahnmal am Plärrer aufgesucht und das ehemalige Reichsparteitagsgelände besichtigt werden.

Bei der Stadtrundfahrt am 30. April werden die Ukrainer Münchens Sehenswürdigkeiten besuchen und die bayerische Gemütlichkeit kennenlernen.

Am 1. Mai besuchen die Gäste das Konzentrationslager in Dachau und haben anschließend Gelegenheit, das Schloss Lustheim in Oberschleißheim oder die Flugwerft Schleißheim zu genießen.

Am nächsten Tag steht ein Besuch im Dokumentationszentrum Obersalzberg in Berchtesgaden auf dem Programm, sowie eine Schifffahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä.

Am letzten Tag können die Ukrainer zum Abschluss noch eine Bierbrauerei in München besichtigen.

Der ASB München hofft, mit dem Besuch dazu beitragen zu können, dass die Menschen ihre Erinnerungen besser bewältigen. Er möchte den Ukrainern gleichzeitig einen neuen und positiven Eindruck von Deutschland vermitteln.