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13.02.2015

Karneval und Fastnacht tun gut

Lachen ist gesund

Lachen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund. Foto: Panthermedia

Bald beginnt die sogenannte fünfte Jahreszeit und viele Menschen nutzen die Karnevals- und Fastnachtstage, um zu feiern und zu lachen und ihrer Seele damit etwas Gutes zu tun. Denn: Lachen ist gesund, es ist das beste Mittel gegen Stress und kann sogar heilend wirken, fanden Wissenschaftler heraus.

Lachen hat viele positive Wirkungen: Wer ausgelassen lacht, bewegt bis zu 80 Muskeln. Der Brustkorb bebt, die Schultern zucken und das Zwerchfell hüpft. Das Herz schlägt schneller und der Körper nimmt mehr Sauerstoff auf. Das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert und sogar das Immunsystem gestärkt. Deshalb empfehlen Lachforscher, Gelotologen* genannt, mehrmals am Tag so richtig „durchzulachen" – und das an jedem Tag im Jahr.

Doch tatsächlich lacht der Deutsche durchschnittlich nur noch rund sechs Minuten täglich. Vor 40 Jahren war es noch dreimal solange.

Leichter gesagt als getan

In einer Gesellschaft mit ständig steigenden Leistungsanforderungen scheint der Humor kaum noch Platz zu haben. Auch deshalb legen uns die Lachforscher das tägliche kräftige Lachen ans Herz. Leicht gesagt, aber wem gelingt es schon, in der Endlosschlange an der Supermarktkasse einen herzhaften Lachanfall zu bekommen oder im Gewühl der überfüllten U-Bahn dem ebenfalls eingezwängten Mitfahrer einen zwerchfellerschütternden Witz zu erzählen?

Lachen als Therapie

Lachen kann man lernen. In den USA hat sich die Lachtherapie schon länger etabliert, aber auch bei uns gibt es inzwischen zahlreiche Lachseminare und Lachclubs. Das Lachtraining basiert auf verschiedenen Entspannungsübungen, die zum Erlernen einer regelrechten Lachtechnik führen. Da wird von „haahoo"-Rufen über das Imitieren von Tierlauten bis zum endgültigen Losprusten alles geübt, um sich in den Zustand ausgelassener Heiterkeit versetzen zu können. „Seit ich regelmäßig am Lachtraining teilnehme, habe ich meine Lebensfreude neu entdeckt", erzählt die 55-jährige Bankangestellte Ursula Beck. Ihre jahrelangen Depressionen ist sie endlich los geworden.

Lachen ist ein natürliches Potenzial, das in jedem von uns steckt. Jeder weiß, wie befreit und entspannt man sich nach einem Lachanfall fühlt. Ein Grund dafür ist die Ausschüttung von Endorphinen, den körpereigenen „Glückshormonen", die für ein größeres Wohlbefinden sorgen.

Clowns in Krankenzimmern

Lachtherapeuten berichten, dass sogar Schmerzpatienten nach herzhaftem Lachen oft über mehrere Stunden eine Erleichterung verspüren. Nicht zuletzt deshalb werden in zahlreichen Krankenhäusern inzwischen „Klinik-Clowns" eingesetzt, und das keineswegs nur auf den Kinderstationen. Die Gute-Laune-Helfer bringen Gelächter in die Krankenzimmer, entspannen die Patienten und lassen Ängste und Schmerzen für eine Zeit vergessen.

Der Begründer der Humor-Medizin ist der Amerikaner Patch Adams. Bevor er sich entschloss, Arzt zu werden, zog er selbst viele Jahre als Clown durchs Land und entdeckte dabei die heilsame Wirkung des Humors, gerade auch bei Schwerkranken.

Lachen ist schön, befreit und macht den Umgang miteinander viel angenehmer. Denken Sie mal zwischendurch daran, ob Sie heute schon gelacht haben. Meist mangelt es gar nicht an Gelegenheiten, denn viele Alltagssituationen bieten genug Anlass, die Dinge mit Humor zu sehen. Man muss nur darauf achten, getreu dem Motto: Es gibt immer was zu lachen.

* abgeleitet von griechisch „gelos" = lachen