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24.05.2014

Großzügige Unterstützung für das KIT-München - 20 Jahre Einsatzdienst KIT-München

von links nach rechts: Thomas Nindl (Qualcomm), Carolin Pinegger (Versicherungskammer Stiftung), Peter Zehentner (Leiter KIT-München), Otto Bußjäger in Vertretung des Landrates

München/27. Mai 2014 – Wenn das Krisen-Interventions-Team KIT-München gerufen wird, brauchen Menschen in akuten Notsituationen nach einem belastenden Ereignis dringend Unterstützung. Doch dieses Mal kamen die KIT-Mitarbeiter, um zu feiern: Am Freitag, 23. Mai wurde das neue Einsatzfahrzeug für das Krisen-Interventions-Team KIT-München auf dem Münchner Marienplatz feierlich durch die Herren Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg und Oberkirchenrat Bierbaum gesegnet. Anschließend wurde das Fahrzeug durch den Spender Qualcomm und die Unterstützerin Versicherungskammer Stiftung offiziell übergeben. Die Übergabe fand einen würdigen Gesamtrahmen in dem „Bundeskongress für Notfallseelsorge und Krisenintervention", der 2014 anlässlich des 20jährigen KIT-Jubiläums in München stattfand. Peter Zehentner, Leiter des KIT-München erklärte dazu: „Wir freuen uns sehr über das neue Auto, das wir mit Hilfe zweier langfristiger Partner nun in Betrieb nehmen können. Damit sind wir gut für unseren Dienst in der nächsten Zeit gerüstet."

Der Mercedes Van ersetzt ein Fahrzeug, das künftig für den Hintergrunddienst bereit steht. Der Bus wurde speziell auf die Bedürfnisse des KIT-München angepasst und bietet beispielsweise durch die Bestuhlung und abgetönte Scheiben einen geschützten Raum für die Betreuung der Betroffenen. „Wir sind sehr stolz, dass Qualcomm das KIT-München wieder bei der Anschaffung eines Fahrzeugs unterstützen kann", erklärte Thomas Nindl, Director Business Development. „Für uns passen die Krisenintervention und Hilfe für Menschen in Not durchaus zu einer modernen Technologiefirma." Carolin Pinegger, Geschäftsführerin der Versicherungskammer Stiftung, ergänzte: "Ohne das Ehrenamt ist das hohe Niveau im Rettungsdienst, Katastrophenschutz und anderen sozialen Bereichen nicht aufrecht zu erhalten. Das KIT-München leistet einen wertvollen Dienst an der Gemeinschaft - das ist mit höchstem persönlichen Einsatz verbunden. Wir sind froh, unseren Teil beitragen zu können und freuen uns, das KIT-München weiterhin zu fördern."

Nach der offiziellen Übergabe des Fahrzeuges vor der Mariensäule fand die verdienstvoll geleistete Arbeit des Krisen-Interventions-Teams KIT-München bei einem abendlichen Empfang im alten Rathaussaal, ausgerichtet von der Landeshauptstadt München, eine angemessene Würdigung. Kurzweilig und emotional wurde sich der Entstehung des KIT-München erinnert, das nun unter dem Dach des Arbeiter-Samariter-Bundes München seit 20 Jahren ununterbrochenen Einsatzdienst leistet.

Zu Wort kamen der Ideengeber Dr. Andreas Müller-Cyran und der jetzige Leiter des KIT-München Peter Zehentner, ehrenamtliche Mitarbeitende und deren Angehörige sowie eine Betroffene. Sie dankte dem KIT-München für die hilfreiche Unterstützung nach einem sehr schweren Schicksalsschlag und wünschte dem KIT-München dennoch, dass es „arbeitslos werden könne". Tita Kern, auch ehrenamtlich für KIT-München tätig, beschrieb eindrucksvoll die besonderen Umstände der Krisenintervention im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Susanne Uebelhoer, Leiterin der KIT-Akademie, berichtete von der Ausbildung künftiger KIT´ler und Andreas Hänsel schilderte deren besonderen Part, mit Schauspielern Einsatzsituationen intensiv nachzustellen. Gesanglich gratulierte dann auch die Schauspielerin Christel Mayr mit einem Wiener Lied dem KIT-München. Stadtrat Michael Kuffer drückte in der abschließenden, sehr persönlichen Rede seinen Respekt gegenüber der Arbeit des KIT-München und den Dank der Stadt München aus.

Auf Einladung der Landeshauptstadt München hatten Spender, Zuschussgeber, Freunde sowie ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende nach dem offiziellen Programm die Gelegenheit, bei Speisen und Getränken die Entwicklung des Projektes ganz persönlich Revue passieren zu lassen, Beziehungen zu vertiefen und Netzwerke zu knüpfen. Ein Dank gilt dem Arbeitskreis ehrenamtlicher KIT-Mitarbeiter, der zusätzlich zu seinem Engagement mit viel Herzblut die Organisation des Empfangs übernommen hatte. Erwähnenswert war auch die im Vorfeld gute Kooperation mit den Organisatoren des Bundeskongresses.

 

Seit dem 9. März 1994 ist KIT-München unter dem Dach des ASB München im Einsatz und schließt eine Lücke im Versorgungssystem. Es ist weltweit Vorbild für Einrichtungen dieser Art. KIT-München betreut Menschen nach belastenden Ereignissen, beispielsweise dem unerwarteten Tod einer nahestehenden Person. Ziel ist es, die Betroffenen wieder selbst handlungsfähig zu machen und ihre eigenen Ressourcen zu aktivieren. Die Krisenintervention im Rettungsdienst arbeitet bei Schicksalsschlägen und kritischen Wendepunkten im Leben der Klienten. Sie leistet konkrete und unmittelbare Unterstützung und schlägt nach Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit die Brücke zu weitergehenden persönlichen oder professionellen Netzwerken, die längerfristig helfen können. Das KIT-München finanziert sich vorwiegend aus Spenden. Die Einsätze sind für die Klienten stets kostenfrei. Das KIT-München wird von Stadt München und der Landkreis München bezuschusst.